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Sheeple

Franck Carducci - "Sheeple"

ALBUM TITLE: Sheeple

GENRE: Progressive Rock, Classic Rock

FORMAT: CD, LP, Digital

LABEL: Cherry Red Records

Running time: 48:19

ARTIST: Franck Carducci

LINE-UP:

Franck Carducci: (12-saitige) E-Gitarre, (12-saitige) Akustikgitarre, Music Box, Bass, Gesang, Schlagzeug, Percussions, Piano, ARP Synth, Mellotron
Anthony Honnet: Hammond-Orgel
Gus Genser: Schlagzeug
William Remond: Leadgitarre
Gilles Carducci: Harmonika
Mary Reynaud: Leslie-Gesang, Hintergrundgesang, 12-saitige Akkustikgitarre, Theremin
Léa Fernandez: Schlagzeug
Cedric Selzer: Hammond-Orgel, Mellotron, Hintergrundgesang, Piano
Barth Sky: E-Gitarre, Hintergrundgesang
Richard Vecchi: Hammond-Orgel
Roy Van Oost: Flöten
Olivier Castan: Piano
Margot Viotti: Hintergrundgesang
Marina Venet: Hintergrundgesang

(Content available in German language only)

Als gebürtiger Franzose mit intensiven, freundschaftlich gepflegten Drähten bis tief in die britische Classic-Rock-Szene erregt Franck Carducci immer wieder Aufsehen durch atmosphärisch aufgeladene Auftritte, aktuell mit seiner Fantastic Squad.

Mit der brandneuen siebten Scheibe “Sheeple”, einer Vielzahl an Bühnenrequisiten und teils ziemlich abgefahrenen Instrumenten im Gepäck holt uns der Multiinstrumentalist für eine Reise in der lautesten, buntesten und irgendwie auch verrücktesten Zeitmaschine der Welt ab. Zur klassischen Rock-Besetzung gesellen sich dabei sogar das live eher selten zu bewundernde Theremin, aber auch Mellotron, Didgeridoo und natürlich Francks viel gespielte doppelläufige “Goldy” – ein stattlich anzuschauender Rock’n’Roll-Bastard aus klassischem E-Bass und 12-saitiger Gitarre, der von Shergold als Custom Double Ende der 70er nur kurz und meist auf Anfrage gebaut wurde.

Zelebriert werden das frisch geschlüpfte Werk und die nahende Tour mit der aktuellen Videosingle “Self-Righteousness”:

Link zum Video auf YouTube: https://youtu.be/d3X1rAzbMRA

Doch was erwartet einen auf “Sheeple” genau? In erster Linie so einige spannende Überraschungen! Das Material versprüht die Liebe aller Beteiligten zu ihren eigenen Idolen (wie etwa Pink Floyd, Supertramp, Led Zeppelin oder Genesis) – eine erfrischende Dusche Positivität, die Fans auf eine Art energetisiert, wie es am besten der Bombast einer perfekten Rockscheibe zu tun vermag.
Direkt nach dem Titeltrack, der als kurzes Intro klar aufzeigt, dass selbst Franzosen nicht immun gegen britischen Humor sind, entwickelt “Sheeple” ab dem fett und lässig drückenden Rocker “Self-Righteousness” einen Sog, der bis zum Schlusstakt des chilligen Blues-Rausschmeißers “Do What You’re Told” einfach nicht nachlassen will.
Mr. Carducci hat sich etwas Besonderes überlegt, um einen mitreißenden Rhythmus in die Auswahl und Reihenfolge der Stücke auf dem Album zu bringen, der dem ohnehin schon starken Unterhaltungswert der Songs zur perfekten Präsentation verhilft: Anstelle der Rock-üblichen (und leider oft geskippten) Pflichtballade erwartet uns mit “Sweet Cassandra” ein nachdenklich stimmendes, balladesk angehauchtes Paralleluniversum in drei Akten, die geschickt in “Sheeple” eingewoben wurden. So fällt es leicht, eine Verbindung mit dem Grundthema der Suite aufzubauen, während die erfrischende Kompaktheit jedes Cassandra-Momentes dafür sorgt, dass nichts vom inhärenten Drive des Albums verloren geht.
Inhaltlich geht es um die menschliche Selbstgewissheit und wohin sie jeden von uns zu führen vermag, wenn wir uns auf sie zurückziehen, anstatt uns unseren Mitmenschen zu öffnen: Man bezeichnet sich gegenseitig als “Schafe” und wichtige Dialoge verkommen zu perfiden Stellungskriegen ohne sonderlich tiefschürfende Argumente. Die Gegenseitigkeit, die diesem nervtötenden Trend zugrunde liegt, greift Franck mit “Sheeple” auf: mal spöttisch, mal deutlich kritisierend. Wichtig bleibt dem Rocker dabei aber stets eins, wie er am Beispiel “Self-Righteousness” deutlich macht: “Das ist eine scharfe, theatralische Breitseite gegen den moralischen Überheblichkeitskomplex, blinde Selbstgewissheiten und das lautstarke Glauben derer, die meinen, die Wahrheit gepachtet zu haben. Keine Predigten. Keine moralische Überlegenheit. Einfach nur Rock’n’Roll, der gegen Unsinn austeilt.”

Und so fühlt es sich auch an. Fetter Rock mit Ansage, der dennoch an seinem eigenen Kern keine Kompromisse eingeht. Deshalb knallt “Sheeple” verdammt gut, macht Spaß, lädt zum Entdecken ein und stiftet zum Mitrocken an.

 

Albumcover

TRACKLIST

1. Sheeple
2. Self-Righteousness
3. Sweet Cassandra
4. The Betrayal Of Blue
5. Sweet Cassandra (Reprise)
6. The Limits Of Freedom
7. Love Or Survive
8. Sweet Cassandra 2019
9. Do What You’re Told (Bonus)