MetalDays 2015: Neue Bands, Absagen und Ersatz

Mai 21st, 2015

Die Planungen für das MetalDays-Festival laufen auf Hochtouren. Zum aktuellen Line-Up gibt es deshalb einige Neuigkeiten zu vermelden: Bedauerlicherweise können Darkest Hour, Cattle Decapitation, The Contortionist und Internal Bleeding wegen des für US-Bands ungünstigen Wechselkurses von Euro zu Dollar dieses Jahr nicht bei den MetalDays auftreten. Viele US-Bands haben ganze Touren abgesagt und die MetalDays sind dabei leider keine Ausnahme.

Für adäquaten Ersatz wurde aber bereits gesorgt: Neu an Bord sind die Sludge-Legenden Crowbar, die französischen Deathcorer von Betraying The Martyrs, Blutmond aus der Schweiz und die US-amerikanische Deathwalze Broken Hope. Darüber hinaus konnten die bayerischen Dark Metal-Spezialisten von Dark Fortress für das diesjährige Line-Up gewonnen werden!

Für weitere Infos besucht die MetalDays online und auf Facebook.

 

CROWBAR – Hier kommen die Nacktschnecken aus New Orleans

New Orleans, 1989: “The Slugs” (“Die Nacktschnecken”) gründen sich. Eine Band, die schon bald als Pioniere der Sludge-Szene, einer Mischung aus aggressivem Hardcore und langsam walzenden Doom Riffs, gelten werden. Einer Mischung, die so wohl nur auf dem sumpfigen, schlammigen Boden Louisianas gedeihen kann. Doch schon bald benannten die die Nacktschnecken in die Band um, die zum Synonym eben jenes rohen und direkten Stils werden sollte: Crowbar! (Was, sind wir ehrlich, auch ein viel passenderer Name ist.) Während den vielen Jahren ihres Bestehens kollaborierten Crowbar mit zahlreichen berühmten Akteuren der Sludge-, Stoner- und Doom-Szene und die Liste aktiver und ehemaliger Bandmitglieder ist wohl länger als die griechische Nationalhymne (googelt es…macht schon!!!). Nichtsdestotrotz ist die Band nach wie vor sehr lebendig und strotzt nur so vor Kraft – auch dank ihres letzten Albums “Symmetry In Black”. Wer unter euch bei den MetalDays 2014 Ghost Brigade gesehen hat, sollte sich unbedingt Crowbar anschauen – dort seht ihr, bei wem Ghost Brigade all ihre gemeinen Sludge-Basics gelernt haben!

 

DARK FORTRESS – Die Einser-Schüler des Black Metal

Seit mehr als 20 Jahre sind Dark Fortress nun schon aktiv und ihre musikalische Wandlung während dieser Zeit ist wahrscheinlich einmalig im deutschen und europäischen Black Metal. Vom melodischen und doch aggressiven Death und Black Metal auf ihrem Debüt “Tales From Eternal Dusk” zum komplexen, progressiven und technisch anspruchsvollen Dark und Black Metal auf dem 2012er-Album “Ylem” – Dark Fortress sind wahrscheinlich eine der wenigen musikalisch ganzheitlichen Bands, die das gesamte musikalische Spektrum des Black Metal bedienen. Ihr aktuelles Album “Veneral Dawn” stützt diese These einmal mehr und zeigt die Band in Bestform (…Die würden sich bestimmt gut mit Ne Obliviscaris verstehen…). Back to topic: Dark Fortress – ein Muss für Black Metal-Fans und Liebhaber dunkler und progressiver Musik!

 

BETRAYING THE MARTYRS – Neuer Stern am Modern Metal-Himmel?

Diese Truppe aus Frankreich ist voller Aggression und bietet fesselnde Hooks und bombastische Präzision. Betraying The Martyrs wollen mit ihrem heiß ersehnten neuen Full-Length- Album “Phantom” die Metal-Welt auf den Kopf stellen, präsentiert es doch die musikalischen Fertigkeiten der Gruppe und ihre entwickelten Songwriting-Skills perfekt und platzt vor unverfrorener Intensität nur so aus den Nähten. “Phantom” ist das zweite Full-Length-Album der Band und wird außerdem dafür sorgen, dass sie sicherlich schon bald zu den Elite-Künstlern der modernen Metal-Szene gezählt werden können. Ihr glaubt uns nicht? Überzeugt euch und stattet den Jungs einen Besuch bei ihrer Show bei den MetalDays 2015 ab – ihr werdet es nicht bereuen ;)

 

BROKEN HOPE – Zurück von den Toten…auf ewig

Auch wenn es wie eine abgedroschene Phrase klingt: die Bezeichnung “eine lange Karriere mit Höhen und Tiefen” passt definitiv zur Geschichte von Broken Hope. In den späten 80er Jahren von Gitarrist Jeremy Wagner gegründet, veröffentlichte die Band bereits 1991 ihr Durchbruch-Album “Swamped in Gore”, auf welches in den nächsten zehn Jahren von vier weiteren Studioalben und unzähligen Live-Shows folgten. Doch die Dauerbelastung und zwischenmenschliche Probleme führten zu Jeremys Entscheidung, die Band zu begraben und die Sache eine Weile ruhen zu lassen. Nun, mehr als zehn Jahre nach dieser ereignisreichen und intensiven Zeit, sind Broken Hope zurück von den Toten – und diesmal sind sie gekommen um zu bleiben! Ihr 2013er-Album “Omen of Disease” zeigt die Band in altbekannter Stärke und wir sind glücklich, dass die MetalDays Teil ihrer Rückkehr aus dem tiefen, dunklen Grab sind. Willkommen zurück, Broken Hope!

 

BLUTMOND – The revolution is dead – Long live the (musical) revolution!

Alle unter euch, die sich schon immer gefragt haben, wie man eine komplette musikalische Transformation vollzieht, sollten sich mal bei Blutmond aus der Schweiz erkundigen. Während die Band ursprünglich dem Black Metal entsprang, haben sie ihren Stil zu einer atemberaubenden, verrückten und eigenständigen Form des Extreme Metal erweitert. Nur einige Überbleibsel dienen als Hinweis auf ihre Black Metal-Vergangenheit – Death Metal, Progressive Rock, Jazz oder elektronische Elemente erweitern ihre Musik zu einem wahrlich einzigartigen Sound, der auf aufregenden Alben und in faszinierenden Liveshows dargeboten wird. Definitiv keine Musik für Menschen mit Scheuklappen, alle anderen sind herzlich eingeladen, eine klangliche und visuelle Liveshow mit vielen W.T.F.-Momenten zu erleben.

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