Amanda Somerville – Windows

Feb 18th, 2009

Singer / Songwriter Amanda Somerville wagt sich mit der Veröffentlichung ihres lang erwarteten Soloalbums “Windows“ aus den dunklen Gefilden des Metal in helleres Terrain.

Zwei Sachen kommen einem in den Sinn, wenn man von einem “Windows“ betitelten Album von Amanda Somerville hört:

a) dass es etwas mit Bill Gates zu tun hat oder
b) dass es sich um ein Musikalbum des europäischen Symphonic Metal Genres handelt

Nun, beiden Vermutungen kann man ein großes, fettes “Nein“ entgegensetzen.

Nachdem sie durch ihre Arbeit in der europäischen Metalszene mit Bands wie Epica, Kamelot und Avantasia bekannt wurde, bleibt die aus Michigan stammende Amanda Somerville mit den zwölf obgleich vielseitigen Tracks auf “Windows“ bei ihren Alternative Pop / Rock Wurzeln. Wie auch immer, Fans von Amandas Metal-Projekten werden von diesem Genre-Bruch nicht überrascht sein.

“Es ist kein großes Geheimnis, dass ich nicht die krasse Metal-Diva bin, für die mich einige Leute halten. In Interviews und dergleichen habe ich immer erklärt, dass ich durch meine Solomusik mehr eine Art Pop / Rock Künstlerin bin. Und die meisten Metal Fans verzeihen mir das!“, lacht Somerville. Sie fährt fort, dass “Windows“ eine Arbeit voller Liebe war, die eine lange Zeit in Anspruch nahm.

“Da ich einen Großteil meiner Zeit mit Studioarbeiten für andere Bands verbrachte, war “Windows“ ungefähr fünf Jahre in der Mache. Das ist auch teilweise der Grund dafür, dass die Songs so facettenreich sind. Ich habe in dieser Zeitspanne eine Menge entwickelt und wurde sicherlich durch die Metal-Musik an der ich arbeitete beeinflusst. Einige Tracks stehen sogar an der Grenze zum Metal, aber ich bin vielseitig und alles ist dennoch 100 % ich.“

Und es ist wirklich ein vielseitiges Album. Eingängige Pop-Tracks wie “Mayday“ und “Point Of Safe Return“ versetzt mit Euro-beeinflussten Keyboards, Loops und Gitarren, erinnern den Hörer an Dido, Annie Lennox oder sogar an Kelly Clarkson. Wie auch immer, Somerville hält ebenso an einigen weichen Parts mit temperamentvollen und irgendwie gruseligen Soundlandschaften wie in “Get Me“ und “Carnival“ fest. Dann wird die Safari ruhiger und sie besänftigt und tröstet mit der Peter Gabriel -haften Ballade „All That I Am“ und den an Enya erinnernden Titeltrack “Windows“.

Wie auch immer die anfänglichen Erwartungen für ein Album namens “Windows“ von einer Künstlerin sein mochten, die sich in der Heavy Metal Musik einen Namen machte, man kann sich auf ein paar angenehme Überraschungen gefasst machen.

Erscheinen wird “Windows“ am 8. Mai über SAOL / H’Art.

www.amandasomerville.com
www.myspace.com/amandasomervillemusic

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