MetalDays 2015: Neue Bands bestätigt

Jan 23rd, 2015

Das Jahr ist nicht mal einen Monat alt, aber fast das gesamte Line-Up für die MetalDays in Tolmin steht schon. Ein gewohnt hochklassiges Billing erwartet die Fans, diese Woche wurden unter anderem Dream Theater, Arch Enemy und Fear Factory bestätigt. Darüber hinaus werden Anvil, Vreid, Krokodil, Dr. Living Dead, Divided Multitude, Emergency Gate, Demonic Resurrection und Manntra vom 19. bis 25. Juli das idyllische Soča-Tal zum Beben bringen.

Für weitere Infos, besucht die MetalDays online und auf Facebook.

DREAM THEATER – Prog Metal-Grundsteine!

Es gibt nur wenige Dinge in dieser Welt, die nahezu unmöglich sind. 1.) Leonardo DiCaprio gewinnt einen Oscar. 2.) Holland wird Fußball-Weltmeister. 3.) Jemand schreibt ein Buch über Progressive Metal ohne Dream Theater zu erwähnen. Wie wohl keine andere Band in der Metal-Szene verkörpern Dream Theater gleichermaßen episches Songwriting, musikalische Extraklasse und Beharrlichkeit. Jeder einzelne Musiker ist ein Meister eines Fachs und selbst wenn sich mal eines der Mitglieder verabschiedet, so wie Drummer Mike Portnoy vor wenigen Jahren, sind sie mühelos in der Lage adäquaten Ersatz zu liefern. Ohne Zweifel sind Dream Theater Legenden, nicht nur unter Prog-Fans, sondern unter Kennern und Liebhabern der hochklassigen und anspruchsvollen Rockmusik. Ihre Liveshows kommen musikalischen Messen gleich und wir freuen uns höllisch, sie dieses Jahr zum ersten Mal in Tolmin begrüßen zu dürfen. Let the show begin…

ARCH ENEMY – Prepare for eternal war!

2014 war ein grandioses Jahr für Arch Enemy: Der plötzliche Sängerwechsel von Langzeit-Frontfrau Angela Gossow zur neuen Fronterin Alissa Whte-Gluz kam für viele viele Fans wie aus heiterem Himmel. Für die meistens Bands stellt solch ein Wechsel ein einschneidendes Erlebnis dar, welches die Bandaktivitäten nicht selten lähmt. Arch Enemy hingegen nutzten den neuen Drive, um ein Monster von einem Album rauszuhauen, welches als ein Highlight die Bandhistorie eingehen dürfte. “War Eternal” konnte Fans und Kritiker begeistern und davon überzeugen, dass Michael Amott und seine Bandmitglieder nach wie vor in der Lage sind, kraftvolle und hymnenhafte Metalsongs zu schreiben, die auf ewig im Ohr hängen bleiben. Und als ob dies noch nicht genug sei, haben sie mal eben im Vorbeigehen den legendräen Metalgitaristen Jeff Loomis in ihre Band integriert. Überzeugt euch selbst von ihrer neu gewonnen Kraft – auf den MetalDays 2015!

FEAR FACTORY – Mensch gegen Maschine

Seit mehr als 20 Jahren sind Fear Factory nun schon dabei, die menschengemachte industrielle Revolution zu vertonen. Für gewöhnlich sind ihre Alben Konzeptwerke, die sich mit der andauernden Hass-Liebe zwischen Mensch und Maschine beschäftigen. Und während ihrerr langen Karriere, die von vielen erfolgreichen und manchen weniger erfolgreichen Kapiteln gesäumt ist, haben es Fear Factory stets geschafft, ihre eigene musikalische industrielle Revolution voranzutreiben. Vom Death Metal-beeinflussten Sound auf “Soul of a New Machine” über ihren Meilenstein “Demanufacture” zu ihrem Maschinengewehr-Klang auf “Archetype” und ihrem letzten Album “The Industrialist”: Fear Factory haben immer Genregrenzen eingerissen – selbst wenn nicht populär war. Diese selbstständige, stoische und beharrliche Attitüde hat sie zu dem gemacht, was sie heute sind. Fear Factory: Wir freuen uns auf euch!

ANVIL – Kultige Kanadier knacken Tolmin

Seit mehr als 35 Jahren sind Anvil nun eine Instanz für die Gratwanderung zwischen dreckigem, schnellem Rock und Thrash Metal. Es gibt wohl kaum eine Band, die in einer so langen Zeitspanne sich selbst und ihren Fans dermaßen treu geblieben ist. Seit Anvil sich nach einer langen Phase am Rande der Wahrnehmung durch die Szene vor wenigen Jahren endlich zurückgemeldet hatten, sind sie endlich dort, wo sie schon vor Jahrzehnten hätten sein sollen: an der Spitze einer Legion von Metalbands. Zurecht, denn wer weiß schon, wie der Speed- und Thrash Metal heute so klingen würde, wenn Anvil in den frühen Jahren ihren heute berühmten Kollegen nicht gezeigt hätten, wo der Hammer hängt?
Anvil heute ist wie Anvil gestern: frisch, spontan, voller brachialer Energie und Spiellaune. Scheiß’ auf Schnörkel und Zierrat. Thrash ist wie Rock’n’Roll – keine Raketenwissenschaft, man muss ihn einfach nur in den Eiern haben. Dazu muss man allerdings erstmal Eier haben. So wie die drei Kanadier eben!

VREID – Weit weg vom Abschied

Obwohl ihr aktuelles Album den Titel “Welcome Farewell” (zu dt. etwa: den Abschied willkommen heißen), sind Vreid weit davon entfernt, nach ihrem sechsten Album und über zehn Jahren Bandhistorie die Flinte ins Korn zu werfen. Geboren aus der Asche der Vorgängerband Windir haben Vreid sich mit ihrem rohen Mix aus Black Metal, Thrash Metal und rotzigem, groovendem Rock einen festen Namen in der norwegischen und europäischen Extrem-Metal-Szene erspielt. Nach ihrem ersten Tolmin-Auftritt beim Metalcamp 2007 statten sie nun erstmals auch den Metaldays einen Besuch ab. Welcome Vreid!

KROKODIL – Gib uns unsere tägliche Tasse Schlamm!

Ihr 2014er Album “Nachash” hat einige Leute ordentlich aufgerüttelt. Die Musik, mit der dieses UK-Sixpack seinen Szene-Einstand feierte, kann grob beschrieben werden als des Heavy Metals Pendant zum Muscle Car. Ja richtig, Muscle Car, wie die “Du kannst nicht einfach die Tür zu knallen und Gas geben, Mann, du musst erst deinen inneren Frieden finden oder du und andere werden draufgehen!” Art von Karre. Der König der Karren: Es ist wundervoll geformt, hat alles am richtigen Platz, genau wo es hingehört. Es sticht heraus. Und, fick dich Jesus, es röhrt und knurrt!!!
Das hier ist keine Übertreibung: Krokodil geben dem Sludge Metal eine völlig neue Richtung. Genaugenommen SIND sie der neue Sludge und wir uns sicher, dass andere ihrer Spur aus verbranntem Gummi folgen werden. Kann so schwer erstmal nicht sein, einen Blick auf ihre glühenden Rücklichter zu erhaschen, denn Krokodil sind nicht ja nicht wirklich schnell. In einem Überholmanöver Erfolg zu haben jedoch, nun dass dürfte für die kommenden paar Jahre eher unwahrscheinlich sein. Zu viel Muskel, zu verrückter Fahrstil, haltet euch da lieber an ihre Rücklichter :-)
Kurzum: wir sind wirklich stolz, sie hier zu haben, es ist uns eine verdammte Ehre!

DR. LIVING DEAD – Hol’ dir deine Thrash-Behandlung

Aus allen Subgenres, die Metal zu bieten hat, ist Thrash Metal vermutlich das beliebteste. Von alteingesessenen Ikonen der 80er Jahre bis zu unzähligen Newcomern der heutigen Zeit, scheint jeder etwas für diese echte und ehrliche Musik übrig zu haben. Dr. Living Dead sind da keine Ausnahme: stark beeinflusst von Metal/Crossover-Pionieren wie Suicidal Tendencies, D.R.I. und S.O.D., schert sich die Band aus Schweden nicht um erzwungene Innovationen und Experimente mit modernem Sound, stattdessen fokussieren sie sich darauf, echten knallharten Thrash Metal zu erschaffen. Seit 2007 haben sie zahlreiche Werke rausgebracht, die beweisen wie hart Dr. Living Deads Musik reinhaut: genug um Slayer und Suicidal Tendencies auf Tour durch Schweden zu begleiten und auf großen Festivals wie dem Wacken Open Air, Hellfest oder Summerbreeze aufzutreten. Metaldays ist als nächstes dran: macht euch bereit, mit den Totenkopf-Masken tragenden Monstern auszurasten!

DIVIDED MULTITUDE – Stärker denn je

Schon seit fast 20 Jahren treiben Divided Multitude ihr Unwesen in der Underground-Metalszene, doch zumindest unter Prog- und Power-Metallern konnten sie sich bereits einen festen Namen erarbeiten. Nach zwei Demos und zwei weiteren Alben verschwand die Band 2004 vorerst von der Bildfläche, um sich anderen Projekten widmen zu können. Drei Jahre später meldeten sich die Norweger dann zurück und bewiesen durch neue Einflüsse wie Modern- und Melodic-Metal-Elemente, dass sie sich während ihrer Abwesenheit prächtig weiter entwickelt haben. Der ohnehin schon sehr vielseitige Sound von Divided Multitude wurde auf den kommenden Alben noch weiter ausgefeilt und noch abwechslungsreicher gestaltet, was hoffentlich schon bald dafür sorgt, dass die Jungs nach einer so langen Zeit endlich die Anerkennung bekommen, die sie verdient haben.

EMERGENCY GATE – Tolmin Infected

Als Emergency Gate 2013 “What Is Love” von Haddaway coverten, zogen die sechs Jungs eine Menge Aufmerksamkeit auf sich. Doch sich auf diesem Erfolg auszuruhen kommt für die Münchener nicht in Frage, und bloß als Cover-Band berühmt zu werden schon gar nicht. Deshalb arbeiten sie fleißig an neuen Werken und liefern schon seit fast 20 Jahren hochwertiges eigenes Material, das sie immer wieder mit frischen Ideen anreichern. Dass sie auch auf der Bühne Alles geben, haben sie bereits auf Festivals wie dem Wacken Open Air oder dem Masters Of Rock bewiesen. Nach dem Release ihres sechsten Albums folgt dieses Jahr die “World Infected”-Tour, im Zuge derer der sie dann auch das idyllische Tolmin infizieren werden.

DEMONIC RESURRECTION – Die Reise hat gerade erst begonnen

Demonic Resurrection starteten als ein Paar 17-jährige Kids, die versuchten Extreme Metal, ein bis dahin fast unberührtes Genre, in Indien zu etablieren. Sie veröffentlichten ihr erstes Album “Demonstealer” bereits neun Monate nach ihrer Gründung, welches zwar nicht der professionellste erste Versuch war, aber dennoch ein großer Schritt, um für Aufmerksamkeit zu sorgen. Nach weiteren ausgefeilteren Alben folgten Auftritte beim Sonisphere Festival und beim Wacken Open Air, sowie eine Tour als Support für die Thrash-Legenden Onslaught. Seit 2000 war es ein langer und zum Teil beschwerlicher Weg für die Band – eine Geschichte von Bemühungen und scharfer Kritik, aber auch von Bewunderung und Akzeptanz, am meisten jedoch von unglaublichen Mengen harter Arbeit, Entschlossenheit und Durchhaltevermögen – uns sogar Pessimisten werden überzeugt sein, dass Demonic Resurrection eine der wichtigsten Bands der indischen Musik-Szene sind. Doch die Reise geht für sie gerade erst los…

MANNTRA – Frischer Wind aus Kroatien

Manntra mischen moderne Elektro-Elemente, Hard Rock, Folk und Etno-Elemente und erschaffen so ihren einzigartigen Sound, den sie als “Balkan Rock” bezeichnen. Dieser unverwechselbare Stil sorgte bereits für viel Aufmerksamkeit in ihrem Heimatland Kroatien, wo sie als etwas neues und bis dahin ungehörtes gelobt wurden, während die Medien davon sprachen, dass sie die kroatische Rock-Szene wiederbelebt haben. nach nur einem Jahr im Geschäft unterschrieben sie bei Croatia Records, dem stärksten Label Kroatiens. Eine glänzende Zukunft liegt vor Manntra und man kann mit Sicherheit sagen, dass sie alles dafür geben, dass ihr Balkan Rock auch im Rest der Welt Anklang findet.